aj-forderungsmanagement

Das effektive Forderungsmanagement fängt bei Ihnen an und wird nahtlos bei uns bis zum Erfolg fortgeführt.


Was können Sie vor Vertragschluss tun?

Vor Vertragschluss sollten Sie zumindest bei größeren Geschäften die Kreditwürdigkeit/ Bonität Ihres Vertragspartners prüfen. Die Bonität ist die Fähigkeit und der Wille einer Person oder eines Unternehmens eigene Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Bei ständigen Geschäftspartnern, sollten Sie das Zahlungsverhalten immer wieder intern prüfen. Negativen Änderungen (z.B. zunehmende Zahlungsverzögerungen) im Vergleich zum früheren Zahlungsverhalten können ein Indiz für nachlassende Zahlungsfähigkeit Ihres Vertragspartners sein.

Besprechen Sie bereits vor Vertragsschluss die Zahlungsmodalitäten (Barzahlung/ Einzugsermächtigung/ Vorschusszahlungen/ Abschlagszahlungen nach Baufortschritt oder vereinbartem Plan).

Was können Sie bei Vertragschluss tun?

Bei Vertragsschluss sollten Sie neben dem Mindestinhalt (Leistung und Gegenleistung) auch folgende wichtige Punkte vertraglich festhalten und dadurch Risiken minimieren:

  1. Legen Sie Ihren Vertragspartner fest. Bei Unternehmen könnten Sie beispielsweise auch mit dem Gesellschaftern oder dem Geschäftsführer persönlich einen Vertrag abschließen, was Sie vielleicht gar nicht wollen. Sie sollten Ihren Vertragspartner im Vertragskopf genau bezeichnen und den Vertretungsberechtigten, der den Vertrag für das Unternehmen unterschreiben soll, auch nennen.
  2. Sie können etwaige Mängeleinwände Ihres Vertragspartners, dadurch vermeiden, dass Sie den Leistungsumfang im Vertrag genau festlegen.
  3. Sie können die Fälligkeit der Leistung vertraglich bestimmen, indem Sie Lieferzeiten/Fertigstellungszeiten bestimmen. Der Verzug beginnt dann am Folgetag des Fälligkeitstages.
  4. Verwenden Sie auf Sie abgestimmte Allgemeine Geschäftsbedingungen, wo Sie z.B. Haftungseinschränkungen vornehmen können. Wir stehen Ihnen bei der Erstellung gerne zur Verfügung.
  5. Bezogen auf die Gegenleistung bieten sich Vereinbarungen von Vorschuss- oder Abschlagszahlungen, Einzugsermächtigungen an (s.o.), vereinbaren Sie ein Skonto, das ist ein Zahlungsnachlass, bei unverzüglicher Zahlung bzw. innerhalb der gesetzten Frist.
  6. Prüfen Sie bei Vertragsschluss, ob der richtige Vertragspartner unterschrieben hat. Bei Unternehmen muss es der Vertretungsberechtigte sein. Bei einer GmbH ist dies beispielsweise der Geschäftsführer.
  7. Vereinbaren Sie Sicherheiten für Ihre Forderung, sodass Ihnen bei Ausfall des Vertragspartners eine weitere Befriedigungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Als Sicherheiten können Bürgschaften Dritter (oft Banken), Eigentumsvorbehalte, Sicherungsübereignungen, Abtretung von Forderungen gegen Dritte vereinbart werden, Versicherungen abgeschlossen werden, der Vertragspartner kann Ihnen einen Wechsel ausstellen oder eine Grundschuld oder Hypothek an seinem Grundstück „überlassen“.
  8. Sofern Sie einen mündlichen Vertrag/ telefonischen Vertrag abschließen notieren Sie sich den Inhalt, das Datum des Gesprächs und den Gesprächspartner. Senden Sie Ihrem Vertragspartner die Gesprächsnotiz zu und bitten Sie um eine Schriftliche Bestätigung. Bei mündlichen Verträgen sollte auch immer vorausschauend an mögliche Zeugen gedacht werden.
Was können Sie nach Ihrer vertragsgemäßen Leistung tun?

Spätestens nach vertragsgemäßer Leistung sollten Sie die Rechnung(en) stellen, so dass Ihr Vertragspartner noch weiß, für was er bezahlen soll. Ein bereits ausgefülltes Überweisungsformular könnten Sie ebenfalls beifügen.

Zahlt der Vertragpartner trotz vertragsgemäßer Leistung nicht im vertraglich vereinbarten oder gesetzlichen Fälligkeitszeitpunkt, nach Erhalt der Rechnung bzw. bis zum Ablauf der in der Rechnung gesetzten Frist (=Stundung), beginnen Sie mit dem Einzug der Forderung.

Fordern Sie Ihren Vertragspartner schriftlich zur Zahlung auf. Diese Aufforderung muss bestimmt und eindeutig sein. Sie müssen die konkrete Summe nennen und zum Ausdruck bringen, dass das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt gezahlt sein muss. Eine Androhung weiterer kostenträchtiger Schritte (Anwalt/ Inkassobüro/ Gericht) ist nicht nötig, aber zulässig. Eine solche Mahnung begründet den Verzug. Dies hat zur Folge, dass Ihr nicht zahlender Vertragspartner die Rechtsverfolgungskosten und Verzugszinsen zu tragen hat. Im Hinblick auf die Geltendmachung des Schadensersatzes statt der Leistung gem. §281 BGB muss ggf. eine angemessene Frist gesetzt werden. Sie müssen in einem späteren gerichtlichen Verfahren den Zugang des Mahnschreibens beweisen können.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollten Sie mit uns Kontakt aufnehmen und uns mit dem Forderungseinzug / Inkasso beauftragen.

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