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Verzugszinsen iSd. § 288 BGB.



Der § 288 BGB ist eine sehr interessante Norm! Aus ihr kann mehr als der gesetzliche Verzugszins gem. §288 Abs.1 und 2 als Mindestschaden, der nachweislos verlangt werden kann, entnommen werden.

In § 288 Abs. 3 BGB wird dem Gläubiger gestattet einen höheren Verzugszins verlangen, wenn dieser vertraglich vereinbart ist (Achtung bei § 497 Abs.1 BGB). Zinsvereinbarungen in AGB unterliegen den Schranken der §§ 307, 309 Nr. 5 und 6 BGB und scheiden daher i.d.R. aus.

Nach § 288 Abs.4 BGB ist die „Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen“. Darunter fallen auch entgangene Anlagezinsen und aufgewendete Kreditzinsen!

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