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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 12.04.2011: Ich habe meinem Neffen letztes Jahr 2500 € geliehen. Er gab mir einen Schuldschein über diese Summe. Von meiner Schwester habe ich nun erfahren, dass ihr Sohn eine eidesstattliche Versicherung abgegeben hat. Ist mein Geld nun verloren?

Nein.
Je nachdem wie man Ihre Angaben interpretiert, ergibt sich folgendes:

1) Sie haben einen Titel und versucht die Zwangsvollstreckung zu betreiben, dann können Sie nun weitere 30 Jahre die Zwangsvollstreckung versuchen.

2) Jemand anderes hat mit seinem Titel versucht die Zwangsvollstreckung gegen Ihren Neffen zu betreiben. Es konnte offensichtlich bei ihm nichts gepfändet werden, so dass er dann zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung zur Bekräftigung des vorgelegten Vermögensverzeichnisses aufgefordert worden ist. In Berlin wird in diesem Fall ein halbes Jahr lang keine weitere Zwangsvollstreckung mehr vorgenommen. Eine erneute Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ist immer erst nach 3 Jahren erneut zu verlangen. Sofern Sie noch keinen Titel haben, können Sie sich durch das Klage- oder Mahnverfahren einen eigenen Titel verschaffen (das dauert mindestens ein halbes Jahr) und selbst die Zwangsvollstreckung versuchen.

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