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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 08.09.2011: Sehr geehrter Herr Jung, mein Vater hatte einen Mahnbescheid gegen einen nicht zahlenden Mieter beantragt und ist nun leider gestorben. Eine Mitteilung der Zustellung an den Mieter hat mein Vater nicht erhalten. Ich habe nun das Mietshaus geerbt und trete somit in seine Fussstapfen. Muss ich nun selbst noch einmal einen Mahnbescheid beantragen, wie mir das Amtsgericht telefonisch mitteilte, oder trete ich als Erbe in das Verfahren ein?

Zunächst einmal, mein herzliches Beileid! Ihre Frage ist etwas knifflig. Es kommt darauf an, ob der Mahnbescheid vor oder nach dem Todeseintritt Ihres Vaters erlassen und an den Mieter zugestellt wurde.

Starb Ihr Vater nach Erlass und Zustellung des Mahnbescheides, so wird das Mahnverfahren unterbrochen und Sie können es als Erbe aufnehmen.

Starb Ihr Vater vor Erlass und Zustellung des Mahnbescheides, so müssen Sie als Erbe einen neuen Mahnbescheidsantrag stellen. Aufgrund des telefonischen Hinweises des Gerichts, ist davon auszugehen, dass dieser Fall vorliegt. Übrigens hätte das Gericht nicht von Ihnen durch das Telefonat erfahren, dass Ihr Vater verstorben ist, und den vom verstorbenen beantragten Mahnbescheid erlassen, hätte dieser keine Wirkung.

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