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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 27.03.2012: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Jung, ein Kollege von Ihnen, den ich beauftragt habe, hat für mich einen Vergleich mit meinem Gläubiger vereinbart. Mein Rechtsanwalt forderte mich nun auf den verglichenen Betrag auf sein Anderkonto zu überweisen. Warum darf ich nicht an den Gegner direkt zahlen?

Sie brauchen sich keine Sorgen machen. Das Verhalten meines Kollegen ist nicht zu beanstanden! Das Anderkonto ist ein Konto des Rechtsanwalts, welches der Verwahrung von Vermögenswerten eines („Anderkonto“) oder mehrerer Mandanten („Sammelanderkonto“) dient. Wirtschaftlich Berechtigter ist immer der jeweilige Gläubiger der Forderung (bzgl. des auf dem Anderkonto befindlichen Geldes). Das gilt selbstverständlich auch für die anfallenden Habenzinsen, sofern nicht etwas anderes zwischen Gläubiger und Schuldner vereinbart ist. Ihr Rechtsanwalt wird den Vergleichsbetrag an den aus dem Vergleich Berechtigten oder dessen Vertreter überweisen.

Grundsätzlich können Sie den Vergleichsbetrag auch direkt an den Gegnervertreter oder den Gegner überweisen. Für Ihren Rechtsanwalt spielen sicher zwei Punkte eine Rolle. Zum einen die Kontrolle über die Abwicklung des Vergleichs zu haben und zum anderen (unausgesprochen!) die Hebegebühr nach Maßgabe von Nr. 1009 VV-RVG zu verdienen.

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