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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 03.05.2012: Sehr geehrter Herr Jung, im September letzten Jahres bekam ich aufgrund eines abgebrochenen Zahnes einen provisorischen Stiftzahn von einem Zahnarzt. Am 27.12. kam dann zu meiner Überraschung (Ich bin Kassenpatientin) eine Rechnung für Diesen mit folgender Begründung: "Da Sie sich nicht mehr zur weiteren Behandlung gemeldet haben," sowie auf der Rechnung untenstehendem Hinweis: "Bitte bezahlen Sie innerhalb 30 Tage." Die Rechnung habe ich nicht bezahlt und auch auf einen erneuten Zahlungshinweis nicht reagiert weil mir über etwaige Kosten nichts mitgeteilt wurde. Am 26.04. kam ein Anwaltsschreiben mit entsprechenden Kosten (Zinsen, Gebühren, Mahnkosten etc.)und der Aufforderung zu zahlen sonst wird Klage erhoben. Hat das denn alles so seine Richtigkeit? Muss ich die Rechnung vom Zahnarzt bzw. Anwalt denn bezahlen? Befinde ich mich im Verzug und wenn seit wann?

Ohne die Unterlagen zu sehen, kann ich Ihnen nur grob eine unverbindliche Einschätzung geben.

Die Krankenkasse zahlt nur pauschale Festzuschüsse in Höhe von 50 % für Zahnersatz (u. U. auch mehr…). Die restlichen Kosten muss der Patient tragen.
Die Frage ist hier nun, ob nur Ihr Anteil in Rechnung gestellt wurde oder auch der Anteil der Krankenkasse, was auch möglich ist. In letzterem Fall sollten Sie mit der Krankenkasse sprechen, wie der Innenausgleich erfolgen soll.

Sofern die Rechnung alle Voraussetzungen einer ordnungsgemäßen Rechnung (§10 GOZ und Anlage 2) erfüllt, ist der darin genannte Bruttobetrag sofort bzw. bei erteilter Frist (wie hier) ab dem Tag nach Fristablauf fällig. Sofern Sie nach Fälligkeitseintritt nochmals zur Zahlung aufgefordert wurden, befinden Sie sich seit dem im Verzug und müssten die Rechtsanwaltskosten ebenfalls tragen.

Ob die Höhe der Behandlungskosten und der Rechtsanwaltskosten korrekt angesetzt wurde, kann ich Ihnen, ohne Ansicht der Rechnung und des anwaltlichen Mahnschreibens nicht sagen. Zur eigenen Prüfung verweise ich Sie auf die GOZ und das RVG.

Sollten Sie eine verbindliche weitergehende Beratung oder Vertretung wünschen, nehmen Sie telefonisch Kontakt mit mir auf.

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