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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 11.05.2012: Hallo aj-Team, letzte Woche habe ich einen Anwalt beauftragt für mich rückständige Raummieten von meinem ehemaligen Untermieter für die Monate Januar bis Mai einzutreiben. Wir waren eine Studentenwohngemeinschaft die im Streit auseinandergegangen ist. Der Anwalt schrieb ihn an, dieser bezahlte vorgestern meine Miete auf das Konto des Anwalts, aber nicht die Kosten für den Anwalt selbst. Muss er das bezahlen?

Ja. Gem. § 556b Abs.1 BGB ist „die Miete [..] zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten, nach denen sie bemessen ist.“. Dies ist eine Fälligkeitsbestimmung des Gesetzes und zugleich Leistungszeitpunkt iSd. § 286 Abs. 2 Nr. 1 BGB. Ab dem 4. Tag befindet sich der Mieter bei Nichtzahlung im Verzug und hat die dann entstehenden Rechtsverfolgungskosten (z.B. Anwaltskosten) zu erstatten. Kostenschuldner sind aber grundsätzlich Sie als Auftraggeber, wenn der ehemalige Mieter die anwaltskosten nicht zahlen will oder kann. Ggf. müssten Sie sich einen Titel (Urteil oder Vollstreckungsbescheid) für diese Schadensersatzforderung beschaffen.

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