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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 23.05.2012: Hallo Herr Jung, mein Ehemann und ich haben eine gemeinsame Eigentumswohnung. In unserem Badezimmer ist der Duschabfluss extrem verstopft gewesen, mein Mann konnte da nichts machen und hat einen Handwerker beauftragt den Abfluss frei zu machen. Mein Mann konnte jedoch die Rechnung über ca. 250 EUR nicht bezahlen. Nun bin ich vom Rechtsanwalt des Handwerkers angeschrieben worden, dass ich als Ehefrau die Rechnung zu bezahlen habe. Das kann doch nicht sein, ich habe doch nicht den Handwerker beauftragt.

Nach § 1357 BGB ist jeder Ehegatte berechtigt, mit Wirkung auch für den anderen Ehegatten, Rechtsgeschäfte abzuschließen, soweit sie zur angemessenen Deckung des Lebensbedarfs der Familie dienen. Das sind Rechtsgeschäfte zu denen sich Ehepartner nach Ihrem konkreten Lebenszuschnitt nicht vorher absprechen. Ein solches Rechtsgeschäft berechtigt und verpflichtet beide Ehegatten. Die Beauftragung des Handwerkers für Reparaturarbeiten im gemeinsamen ehelichen Haushalt ist ein solches von der Schlüsselgewalt erfasstes Rechtsgeschäft. Eine Ausnahme bspw. wegen krasser wirtschaftlicher Überforderung ist m.E. bei einer 200 EUR Forderung nicht zu sehen.

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