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Fragen und Antworten

Wir beantworten Ihnen alle allgemeinen Fragen zum Thema Forderungseinzug und Forderungsmanagement. Eine Rechtsberatung werden wir an dieser Stelle nicht vornehmen. Ihre Frage wird anonymisiert, falls Sie dies nicht schon ist, beantwortet und in dieser Rubrik veröffentlicht. Geben Sie hier Ihre Frage ein.

Frage vom 04.07.2012: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Jung, vor einem Jahr habe ich einen Fitnessstudiovertrag unterschrieben. Die Mitarbeiter dort waren arrogant, der Service grottenschlecht, alles kostete extra. Ich wollte nun kündigen und habe dies per Post einen Monat vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr gemacht und nach Überweisung des 12. Monatsbeitrags die Überweisungen eingestellt. Zwei Monate später erhielt ich von einer Rechtsanwaltskanzlei ein Schreiben, dass ich mit zwei Beiträgen in Verzug bin. Ich schrieb zurück, dass ich gekündigt habe. Es wurde dann behauptet, eine Kündigung sei bei deren Mandantschaft nie eingegangen und wegen des Verzugs werden die restlichen 12 Monate (um die laut Vertrag verlängert wurde) zzgl. der Rechtsanwaltsgebühren verlangt. Ist das rechtens?

Die Frage lässt sich erst nach Prüfung des Vertrages/der AGB abschließend und verbindlich beantworten. Die Machenschaften von den hinter Fitnessstudios stehenden Rechtsanwälten sind mir jedoch aus beruflicher Erfahrung bekannt. Die in AGBs vorgesehene Vertragsverlängerung um 12 Monate, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wurde, wird von der Kommentarliteratur und von vielen Amtsgerichten in Deutschland als unwirksam angesehen, da der Vertragspartner unangemessen in seiner Vertragsfreiheit einschränkt wird. Der (rechtzeitige) Zugang der Kündigung ist jedoch von Ihnen nachzuweisen, was diese Rechtsanwälte wissen.

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